Deutsch im gymnasialen Unterricht: Deutschland, Luxemburg und die deutschsprachige Schweiz im Vergleich

Projektbeschreibung

Die Rolle von Lehrpersonen als Vermittler eines "guten" Sprachgebrauchs wird als gegeben erachtet. Man geht zudem davon aus, dass sie einen zentralen Beitrag leisten für die Pflege und Durchsetzung von Varietäten. Dies gilt insbesondere für die Standardsprache. Sie werden daher in einschlägiger Literatur als Sprachnormautoritäten (Ammon 1995) bezeichnet. Bisher haben nur wenige Untersuchungen diese Thesen empirisch untersucht. Mit dieser Studie soll ein erster Schritt getan werden. 


Da überdies sowohl in Deutschland als auch im gesamten deutschsprachigen Raum unterschiedliche Verantwortlichkeiten für den Deutschunterricht und verschiedenartige Sprachsituationen gegeben sind, sollte zudem mit einer vergleichenden Anlage der Studie zu verschiedenen deutschsprachigen Regionen (Luxemburgs und der Schweiz) eine weitere Klärung und Überprüfung verschiedener Parameter erfolgen. Gerade der Vergleich der Sprachsituationen in Luxemburg und der Schweiz dürfte vertiefte Erkenntnisse zur Auswirkung der diglossischen Situation auf den Deutschunterricht liefern.

Projektteam

Dr. Winifred V. Davies, Aberysthwyth University

Dr. Melanie Wagner, Univérsité du Luxembourg

Dr. Eva L. Wyss, Universität Basel

Literatur

Ammon, Ulrich (1995): Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Das Problem der nationalen Varietäten. Berlin/New York

Schlagwörter

Standardsprache, Soziolinguistik, Spracheinstellungen, Deutsch