Pro*Doc Forschungsmodul: Mehrsprachigkeit im gesellschaftlichen und beruflichen Raum
Das vorgeschlagene Projekt zur Mehrsprachigkeit im gesellschaftlichen und beruflichen Raum konzentriert sich auf die Mehrsprachigkeitssituation in der Schweiz, die durch verschiedene Migrationsbewegungen in den letzten fünfzig Jahren entstanden ist. Das Augenmerk liegt vor allem auf dem Problem der „doppelten Sprachloyalität“ von Migrantinnen und Migranten zur Herkunfts- und Aufnahmesprache, resp. die beiden Prozesse des Spracherhalts und des Sprachenwechsels. Dabei wird das Repertoire der untersuchten Personen im Sinne neuerer soziolinguistischen Forschungen nicht als Addition einzelner Sprachen verstanden, sondern als Ganzes, das situationsgerecht in vielfältigsten Formen eingesetzt wird, d.h. Herkunfts- und Aufnahmesprache jeweils einzeln oder gemischt, aber Alternativ auch andere Sprachen (z.B. Englisch) oder weitere Mischformen.
Der Fokus soll auf den – bisher kaum untersuchten plurilingualen (binationalen) Familien als Resultat von Heiratsmigration liegen. Da die Doktorandenstellen ausgeschrieben werden sollen und spezifische Sprachkenntnisse notwendig sind, können die Zielgruppen noch nicht definitiv festgelegt werden. Ein besonderes Interesse besteht an Heiratsmigrantinnen aus Russland, aus den Philippinen und aus Südostasien. Dabei soll über das gesamte Forschungsmodul der Sprachgebrauch an verschiedenen Knoten des Netzwerks (in der Familie, in Institutionen, am Arbeitsplatz) in den gleichen Migrantengruppen untersucht werden.
Leitung: Prof. Dr. Georges Lüdi / Prof. Dr. Bruno Moretti / Prof. Dr. Iwar Werlen
Doktorierende im Modul:
Lukas Barth (Projekt Prof. Dr. B. Moretti)
Liliane Meyer (Projekt Prof. Dr. I. Werlen)
Linda Pfefferli (Projekt Prof. Dr. G. Lüdi)
Assoziiert:
Monika Heiniger (Prof. Dr. G. Lüdi)
Katharina Höchle (Prof. Dr. G. Lüdi)
Mi-Cha Flubacher (Prof. Dr. I. Werlen)


