Pro*Doc Forschungsmodul: Typisierte Sprache – in Geschichte, Diskurs und Ontogenese

Die klassische strukturelle Linguistik hat die Analyse von Sprache in ihre kleinsten und atomaren Bestandteile und die Ermittlung der Regeln ihrer Verknüpfung zum Ziel. Obwohl die klassisch strukturelle Linguistik seit mehreren Jahrzehnten überwunden ist, hat sich an diesem Aspekt der relevanten Einheit in Theorie und Empirie der Linguistik wenig geändert. In den letzten Jahren gibt es aber Befunde aus ganz verschiedenen Richtungen – von der Kognitionsforschung über die theoretische und Computerlinguistik bis zur Diskursanalyse – dass sprachliche Verarbeitungseinheiten oft grösserer Natur sind, und dass typische Verwendungsmuster (je nach theoretischem Hintergrund Syntagmen, Kollokationen oder Konstruktionen genannt) ganzheitlich gespeichert und verarbeitet werden. Das vorliegende Forschungsmodul will Charakteristik, Entstehung, Leistung und Veränderung von typisiertem Sprechen aufzeigen und gleichzeitig konvergierende Forschungstrends aus drei unterschiedlichen Richtungen zusammenführen: der historischen Linguistik, der linguistischen Diskursanalyse und des Spracherwerbs.

 

Leitung: Prof. Dr. Heike Behrens / Prof. Dr. Angelika Linke / Prof. Dr. Annelies Haecki Buhofer


Doktorierende im Modul:

Andreas Bürki (Projekt Prof. Dr. Annelies Häcki Buhofer)

Juan Colmenero (Projekt Prof. Dr. Angelika Linke)

Sinja Ballmer (Projekt Prof. Dr. Heike Behrens)


Assoziiert:

Johanna Bleiker (Prof. Dr. A. Linke)

Noëlle Borer (Prof. Dr. A. Häcki Buhofer)

Catherine Diederich (Prof. Dr. Heike Behrens)

Jacqueline Reber (Prof. Dr. A. Häcki Buhofer)