Wolfram Malte Fues & Joseph Jurt in Gespräch

13.09.2017 19:30 bis 21:00

«Die Lücke. Das Universelle & das Partikuläre»


Ort:
Buchhandlung Labyrinth, Nadelberg 17, Basel

Wolfram Malte Fues: Bis 2011 Dozent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaften an der Universität Basel. Bisher sechs Lyrikbände. Mitbegründer des Internationalen Lyrikfestivals Basel. Sein neustes Werk ist «Die annullierte Literatur». Nachrichten aus der Romanlücke der deutschen Aufklärung. Arbeitsfeld ist die in der Literaturwissenschaft immer wieder statuierte oder stillschweigend akzeptierte ‚Romanlücke‘ in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts, etwa vom Ende des Barock-Romans bis zu Wielands «Agathon». Die Analyse ausgewählter deutscher Original-Romane zwischen 1740 und 1790 verfährt mit derselben Eindringlichkleit, die man sonst den Werken des Kanons zu widmen pflegt. Sie schärft so den Blick für die Landschaften der «wässerigen, weitschweifigen, nullen Epoche», um gewahr werden zu lassen, dass dort keineswegs «alles unter einander ins Flache gezogen ward» (Goethe).

Joseph Jurt: Romanist, emeritierter Professor für französische Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg im Breisgau und langjähriger directeur de recherches associé an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Lehrstuhl P. Bourdieu) in Paris. Sein Buch «Sprache, Literatur und nationale Identität – Die Debatten über das Universelle und das Partikuläre in Frankreich und Deutschland» macht deutlich, dass der Sprache und der Literatur bei der Konstitution nationaler Identität eine zentrale Funktion zukommt. Dabei trägt es nicht zuletzt der Tatsache Rechnung, dass die faszinierende Entwicklung der romanischen Literaturen und Kulturen in Europa wie außerhalb Europas weltweite Dynamiken in Gang gesetzt hat, welche die großen Traditionen der Romania auf neue Horizonte hin öffnen.


Handzettel [PDF (508 KB)]