Praktiken lebendiger Darstellung

29.06.2017 bis 01.07.2017

Interdisziplinäre Tagung am NFS eikones

Um 1800 ist der Begriff der Darstellung im ästhetischen Diskurs des deutschsprachigen Raumes omnipräsent und eng verflochten mit Vorstellungen von Lebendigkeit und Leben. Theorien und künstlerische Praktiken der Zeit lassen gleichermaßen erkennen, wie sich in das klassische Verständnis von künstlerischer Repräsentation als Nachahmung lebendiger Handlungen in diesem Zeitraum neue Ideen einer genuin ästhetischen Lebendigkeit eintragen. Während der philosophische und rhetorische Hintergrund dieses Darstellungs-Begriffs, sowie der rhetorische, bildkünstlerische und lebenswissenschaftliche Kontext des Begriffs der Lebendigkeit von der Forschung bereits bearbeitet wurden, möchte die darauf aufbauende Tagung Darstellung und Lebendigkeit als Aufführungsbegriffe verstehen und den Blick damit auf solche Praktiken und Theorien um 1800 richten, die Texte, Bilder, aber auch das Theaterspiel wieder «lebendig» machen wollen und in diesem Sinne auf eine «lebendige Darstellung» zielen. Auf solche performativen Praktiken, ihre theoretische Reflexion und ihre Institutionen und Akteure zielt der Workshop, nimmt also eine praxeologische Perspektive auf «lebendige Darstellung» ein, die über den Zugang zu Darstellungspraktiken aus verschiedenen Kunst- und Wissensformen ein ihnen unterliegendes historisches Konzept der Verlebendigung beleuchtet.


Tagungsprogramm