Lesarten zu Arno Schmidts »Abend mit Goldrand«

25.10.2016 16:16

Studierende der Universität Basel haben sich unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Simon an einen der komplexesten und verschlossensten Texte der deutschen Literatur gewagt.

Entstanden ist ein fortlaufender exegetischer Kommentar zu Arno Schmidts letztem vollendeten Text. Gnosis, mehrfacher Schriftsinn, apokalyptisches Erzählen, plurifokale Textorganisation, Anverwandlung und Umformulierung der Psychoanalyse, Medientheorie, mehrspaltige Textdarbietung, Zeit- und Zivilisationskritik, Etymsprache und Mehrsprachigkeit, ein Kanon seltsamster und entlegenster Lektüren – dargeboten in der wiederholungsfreien Fülle von Sottisen und schrägen Witzen: »Abend mit Goldrand« ist ein labyrinthisches Textgebilde am Rande der Lesbarkeit, das in der Regel nur im heiklen Zustand fortgeschrittenen Arno-Schmidt-Expertentums betreten werden kann. Der vorliegende Band versucht sich zwischen Einzelstellenentzifferung und interpretatorischer Rekonstruktion an einer genauen Lektüre des Textes, Kapitel für Kapitel. Als AutorInnen treten fortgeschrittene Studierende der Neueren deutschen Literaturwissenschaft auf: Sina Dell’Anno, Laura Catania, Achim Imboden, Philipp Rohrer, Alex Scalia, Iris Stalder, Jodok Trösch.

Lesarten zu Arno Schmidts »Abend mit Goldrand«. Hrsg. von Ralf Simon unter Mitarbeit von Sina Dell’Anno und Achim Imboden, München 2016 (edition text + kritik), 388 S.

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